Ökumenischer Religionsunterricht

Gemein­sam ler­nen im Zeichen der Ökumene

Im Pas­toral­raum Muri und Umge­bung wurde in enger Koop­er­a­tion mit der Reformierten Kirchge­meinde Muri/Sins im ver­gan­genen Schul­jahr ein weg­weisendes Pilot­pro­jekt ges­tartet: der öku­menis­che Reli­gion­sun­ter­richt an den Schulen in But­twil, Ben­zen­schwil, Bein­wil und Aris­tau. Ziel war es, Schü­lerin­nen und Schüler unter­schiedlich­er christlich­er Kon­fes­sio­nen gemein­sam zu unter­richt­en und ihnen einen Raum für Aus­tausch über Glauben, Werte und ethis­che Fra­gen zu eröff­nen.

Das Pro­jekt set­zte ein klares Zeichen für einen inte­gra­tiv­en und dial­o­gori­en­tierten Reli­gion­sun­ter­richt. Getra­gen wurde es von engagierten Reli­gion­slehrper­so­n­en, die die öku­menis­che Idee nicht nur the­o­retisch vertreten, son­dern im Unter­richt aktiv leben. Über anderthalb Jahre hin­weg bere­it­ete sich das Pro­jek­t­team – beste­hend aus Vertreterin­nen und Vertretern des Pas­toral­raums Muri AG und Umge­bung, des Pas­toral­raums Oberes Freiamt sowie der Reformierten Kirchge­meinde Muri/Sins – inten­siv auf die Umset­zung vor.

Mit grossem Engage­ment und in enger Zusam­me­nar­beit wurde das neue Mod­ell in allen Unter­richtsstufen der Unter- und Mit­tel­stufe einge­führt. Damit wurde im Kan­ton Aar­gau Neu­land betreten, da es bish­er kaum ver­gle­ich­bare Ansätze eines durchge­hend kon­fes­sionsverbinden­den Reli­gion­sun­ter­richts gab.

Heute dür­fen wir mit Freude fest­stellen: Das Pilot­pro­jekt ist erfol­gre­ich abgeschlossen. Die Rück­mel­dun­gen aus Schulen, von Lehrper­so­n­en sowie von Schü­lerin­nen und Schülern sind durch­wegs pos­i­tiv. Der öku­menis­che Reli­gion­sun­ter­richt hat gezeigt, dass es möglich ist, kon­fes­sionelle Unter­schiede respek­tvoll zu the­ma­tisieren und gle­ichzeit­ig das Gemein­same in den Mit­telpunkt zu stellen. Kinder und Jugendliche erleben, dass der christliche Glaube – trotz ver­schieden­er Tra­di­tio­nen – viele verbindende Ele­mente besitzt.

Auf dieser Grund­lage fol­gt nun der näch­ste wichtige Schritt: Ab August wird der öku­menis­che Reli­gion­sun­ter­richt im gesamten Pas­toral­raum Muri und Umge­bung einge­führt. Damit wird das erfol­gre­iche Mod­ell weit­erge­führt und nach­haltig ver­ankert.

Für die Reli­gion­slehrper­so­n­en bedeutet dies eine span­nende Weit­er­en­twick­lung ihrer Arbeit. Neben dem päd­a­gogis­chen Auf­trag sehen sie darin auch eine per­sön­liche Beru­fung: junge Men­schen in ihrer religiösen Iden­tität zu begleit­en, ihnen Ori­en­tierung zu geben und sie zu einem respek­tvollen Umgang mit unter­schiedlichen Glauben­shal­tun­gen zu befähi­gen. Der öku­menis­che Ansatz eröffnet dabei neue Möglichkeit­en, Inhalte leben­snah, vielfältig und inklu­siv zu gestal­ten.

Auch organ­isatorisch bringt das Mod­ell klare Vorteile. Durch die Bün­delung der Ressourcen kön­nen ins­beson­dere kleinere Schulen prof­i­tieren. Lehrper­so­n­en arbeit­en enger zusam­men, tauschen Erfahrun­gen aus und entwick­eln den Unter­richt gemein­sam weit­er – zum Wohl der Kinder und Jugendlichen.

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