
Junia – Vorbild für eine Kirche mit den Frauen
Junia oder Junias wird im Römerbrief 16,7 zusammen mit Andronikus genannt. Paulus bezeichnet beide als «angesehen unter den Aposteln». Viele Exegeten und Exegetinnen gehen inzwischen davon aus, dass es sich bei dieser Person des «Junias» um die Person der Junia handelt, um eine Frau, die bei den ersten Christen und Christinnen zur Zeit des Paulus eine leitende Funktion innehatte.
Junia ist für viele Frauen heute, innerhalb der römisch-katholischen Kirche, zur Symbolfigur geworden. Sie steht für den Wunsch vieler, Frauen und Männer, dass sich ihre Kirchenleitung für die Zulassung aller Dienste und Ämter für Frauen öffnen und einsetzen möge.
Der Gedenktag der heiligen Junia wird am 17. Mai in der römisch-katholischen Kirche gefeiert und erinnert an dieses Anliegen.
Frauen aus der Junia-Initiative im Bistum Basel formulieren das Anliegen auf ihrer Homepage so:
«Wir träumen von einer Kirche, die sich wieder vermehrt auf ihre Wurzeln und ihren Ursprung in Jesus Christus besinnt, dass sie ihm nacheifere in Worten und Handeln und sich vehement gegen jede Form von Ausgrenzung einsetze. Wir träumen davon, dass sie in ihren eigenen Reihen damit beginnt, alle Menschen, unabhängig von Geschlecht und Lebensform, entsprechend ihren Fähigkeiten und Charismen, in den Dienst zu nehmen und auszusenden.»
Zum Weiterlesen auf der Homepage der Junia-initiative: juniainitiative.com
Anne Lauer, Pfarreiseelsorgerin,
Ikone der Junia von Katrin Schulze

