Heiligenfeste Ende Juli

Ende Juli feiert die Kirche inner­halb weniger Tage gle­ich drei Heili­gen­feste.

Am 22. Juli ist das Fest der heili­gen Maria Mag­dale­na. Erst vor weni­gen Jahren wurde dieser Gedenk­tag litur­gisch höher eingestuft und gilt jet­zt offiziell als Fest. Sie war unter den galiläis­chen Frauen, die Jesus begleit­eten und ihm dien­ten. Sie war durch ihn von der Besessen­heit befre­it wor­den, war bei seinem Tod und seinem Begräb­nis zuge­gen und wurde ein­er Erschei­n­ung des Aufer­stande­nen gewürdigt.

Einen Tag später, am 23. Juli ist das Fest der heili­gen Bir­git­ta von Schwe­den. Sie ist Ordens­grün­derin und seit 1999 auch eine der Schutz­pa­tron­in­nen Europas. Darum wird sie in Europa auch als Fest gefeiert und nicht bloss als Gedenk­tag. Bir­git­ta wurde in Fin­stad bei Upp­sala geboren und hat­te schon früh Visio­nen. Ihrem adeli­gen Gat­ten schenk­te sie acht Kinder, darunter auch die hl. Katha­ri­na von Schwe­den. Wegen ihrer Fröm­migkeit und Näch­sten­liebe hoch ange­se­hen, liess sie sich, nach­dem ihr Mann nach ein­er gemein­samen Wall­fahrt nach Com­postela sich in ein Kloster zurück­ge­zo­gen und gestor­ben war, in Alvas­tra nieder und empf­ing dort ihre Offen­barun­gen. Schon vorher Franziskan­ert­erziarin, bere­it­ete sie die Grün­dung eines Ordens vor und stiftete in Wad­ste­na mit königlich­er Hil­fe das erste Kloster des Bir­git­tenor­dens. Die let­zten 24 Jahre ihres Lebens ver­brachte sie in Rom. Sie set­zte sich auch vehe­ment für die Rück­kehr des Pap­stes aus Avi­gnon nach Rom ein. Sie starb in Rom am 23. Juli 1373. Ihr Grab ist in Wad­ste­na.

Und schliesslich feiert die Kirche zwei Tage später, am 25. Juli das Fest des Apos­tels Jakobus, auch Jakobus der Ältere beze­ich­net. Er ist ein­er der ganz pop­ulären Apos­tel, alleine schon wegen des Jakob­sweges.

Der Sohn des Zebedäus und Brud­er des Apos­tels Johannes, aus Bet­sai­da stam­mend, wurde auf Befehl des Königs Herodes um das Jahr 42 mit dem Schw­ert hin­gerichtet als erster Mär­tyr­er aus dem Zwölfer­kreis. Den 25. Juli als Gedenk­tag erwäh­nt schon das Mar­ty­rologium Hieronymi­anum. Das Hauptheilig­tum in Com­postela ist seit dem Früh­mit­te­lal­ter eines der grössten Pil­gerziele der Chris­ten­heit, da man dort die sterblichen Über­reste des Apos­tels verehrte.

Freuen wir uns an diesen Heili­gen, rufen wir sie um ihre Für­bitte an und ahmen wir ihren Eifer in der Nach­folge Christi mit der uns eige­nen Beru­fung nach.


(Quelle: Missale Romanum)

Hanspeter Menz, Pas­toral­raump­far­rer

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