Geschichte zur Glückseligkeit

In ein­er kleinen Stadt lebte ein armer Schuh­mach­er, der sich nicht viel über seine Armut beklagte, son­dern mit seinem ehrlichen Leben zufrieden war und fröh­lich sang, während er von mor­gens bis abends arbeit­ete. Direkt neben ihm lebte ein reich­er Mann, der so um sein Ver­mö­gen besorgt war, dass er ganze Nächte damit ver­brachte, seine Gewinne und Gold­münzen zu zählen. Und da er nachts zählte, musste er tagsüber auss­chlafen. Er kon­nte jedoch nicht ruhig schlafen, da seine Ruhe durch den freudi­gen Gesang des Schuh­mach­ers gestört wurde.


Eines Tages hat­te der reiche Mann die Idee, den Schuh­mach­er zum Schweigen zu brin­gen. Er gab ihm einen Beu­tel mit Gold­münzen. Der glück­liche Schuh­mach­er stellte seine Schuhe ab und begann, das Geld zu zählen. Er zählte den ganzen Tag, über­prüfte, ob er einen Fehler machte, und bewegte sein Ver­mö­gen aus Angst vor Dieben von Ort zu Ort. Natür­lich hat­te er in dieser Sit­u­a­tion keine Zeit mehr für die Arbeit, für seine Fam­i­lie, für seine Kinder, für seine Fre­unde. Da er sich darauf konzen­tri­erte, das Geld zu zählen und im Auge zu behal­ten, hörte er auch auf zu sin­gen. Nun kon­nte der reiche Mann ruhig schlafen. Bald jedoch wurde dem Schuh­mach­er klar, dass er mit dem Gewinn ein­er Tüte Gold, das ver­lor, was ihm am wertvoll­sten war: die Lebens­freude, die Fam­i­lie, die Fre­unde. Er brachte die Tasche mit dem Geld zu seinem Nach­barn und set­zte sich ohne Reue und sang wieder in sein­er Werk­statt. Er fühlte sich wieder glück­lich.

Welche Art von Glück meint Jesus? Es geht um das Glück, das aus der Nähe zu Gott entste­ht. Ihnen gehört das Him­mel­re­ich. Der Men­sch des 21. Jahrhun­derts fragt: «Was bekomme ich dafür, welchen Nutzen bringt es mir?» Chris­tus ermutigt uns zu fra­gen, ob ich dank meinen Tat­en Barmherzigkeit erlan­gen, Frieden find­en und Gott sehen kann.

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