«Veränderungen sind nie einfach»

«Veränderungen sind nie einfach»

  • Angesichts der Bedro­hung durch das Coro­n­avirus wurde die 34. ordentliche Delegierten­ver­samm­lung erst­mals in ein­er Kirche abge­hal­ten – unter streng­sten Schutzvorkehrun­gen.
  • Zu reden gaben das neue Redak­tion­ser­fas­sungssys­tem sowie die Lay­out-Umstel­lung im Pfar­reien­teil.
  • Wie schon im Jahr zuvor kon­nte die Pfar­rblattge­mein­schaft auf­grund ihrer soli­den finanziellen Sit­u­a­tion wieder die Rück­gabe eines Frankens pro Abo an die Pfar­reien in Aus­sicht stellen. Der Abo-Preis bleibt bei CHF 16.50

 

Streng waren die Schutza­u­fla­gen in der Kirche in Kleindöt­tin­gen: Nach Vor­gabe wurde nur jed­er zweite Sitz beset­zt. Weit­er gal­ten strik­te Maskenpflicht sowie beson­dere Schutz­mass­nah­men für Wort­mel­dun­gen.

Projektleiter Werner Weibel: «Ein wichtiger Schritt für die Zukunft»

[esf_wordpressimage id=“27437”][/esf_wordpressimage]

Zu reden gab dieses Jahr die Ein­führung des neuen Redak­tion­ser­fas­sungssys­tems samt Lay­ou­tum­stel­lung für den Pfar­reien­teil. Es informierte Wern­er Weibel, Kirchenpflegepräsi­dent von Berikon-Widen, Vor­standsmit­glied des Zweck­ver­ban­des der Römisch-Katholis­chen Kirche am Mutschellen und Syn­oden­mit­glied, der eigens für die Umset­zung dieses Pro­jek­ts die Leitung über­nom­men hat­te.

«Die Kirche wird sich noch stark bewe­gen. Pas­toral­räume wer­den gebildet und umgestal­tet. Das­selbe gilt für Pfar­reien. Für diese anste­hen­den Her­aus­forderun­gen brauchen wir Flex­i­bil­ität», so Wern­er Weibel. Insofern sei die Anschaf­fung des neuen Sys­tems Cen­shares abso­lut der richtige Schritt gewe­sen.

Noch bestehende Probleme werden behoben

[esf_wordpressimage id=“27432” width=“half” float=“left”][/esf_wordpressimage]

«Am 10. Sep­tem­ber lan­dete das erste mit dem neuen Sys­tem erstellte Hor­i­zonte in den Briefkästen, und die völ­lig über­ar­beit­ete neue Hor­i­zonte-Web­seite ist zeit­gle­ich online gegan­gen», durfte Wern­er Weibel stolz verkün­den und ver­dank­te den Pfar­reisekre­tari­at­en und den involvierten Part­nern, GateB aus Stein­hausen, Bür­li aus Döt­tin­gen, ihren engagierten Ein­satz. Auch die wesentlichen Schnittstellen zu den gängi­gen Begleit­pro­gram­men wie Verowa oder Kikartei funk­tion­ierten bere­its ein­wand­frei.

«Es sind aber Fehler bei der Kom­mu­nika­tion und Pla­nung gemacht wor­den», räumte Wern­er Weibel ein. Das habe dazu geführt, dass noch Nachbesserun­gen erfol­gen müssten. Vor­dringlich sei man daran, die Sys­tem­sta­bil­ität und gewisse Funk­tio­nen in der Hand­habe zu verbessern, so Wern­er Weibel. Die zweite Her­aus­forderung, beste­he noch in der Imple­men­tierung des neuen Lay­outs: Die ersten Reak­tio­nen seien pos­i­tiv, aber noch habe man nicht alle Bedürfnisse aus den Pfar­reien mit dem neuen, zweis­palti­gen Lay­out in Ein­klang gebracht, erk­lärte Wern­er Weibel

Hohe Mehrausgaben dank starker Finanzlage gut verkraftbar

Dass die Gottes­di­en­ste nicht mehr auss­chliesslich nach Pfar­reien gegliedert dargestellt wer­den, wurde kon­tro­vers disku­tiert. Es wurde gel­tend gemacht, ver­schiedentlich hät­ten Gläu­bige Mühe, sich im neuen Hor­i­zonte zu ori­en­tieren. Dem wider­sprach Mar­ti­na Suter vom Pas­toral­raum Oberes Freiamt: «Wir fassen die Gottes­di­en­ste schon länger für den ganzen Pas­toral­raum zusam­men, das wird mit­tler­weile sehr geschätzt.»

Bis Novem­ber will Pro­jek­tleit­er Wern­er Weibel die noch beste­hen­den Prob­leme behoben wis­sen, und auch der Platz für die Pfar­reien soll endlich dynamis­ch­er genutzt wer­den kön­nen. Alles in allem werde der Sys­temwech­sel abschliessend rund eine halbe Mil­lion Franken kosten, so Wern­er Weibel. Das bedeutet einen Bud­get­fehlbe­trag von 123’000 Franken für das Jahr 2021, was von ver­schiede­nen Seit­en heftig kri­tisiert wurde.

Jahresrechnung 2019 und Budget 2021 nahezu ohne Gegenstimmen genehmigt

[esf_wordpressimage id=“27435” width=“half” float=“right”][/esf_wordpressimage]

Der Finanzver­ant­wortliche aus dem Vor­stand, Franz-Beat Schwere, betonte, dass auf­grund der guten finanziellen Sit­u­a­tion die Bilanz nach wie vor sehr gut sei und auch der tiefe Abo­preis in kein­er Weise zur Debat­te ste­he. «Abge­se­hen vom Edi­tor-Pro­jekt hat­ten wir die Aus­gaben voll im Griff», so Franz-Beat Schwere mit Blick auf die Jahres­rech­nung 2019. Von den anwe­senden Delegierten wurde das hon­ori­ert und die Rech­nung mit grossem Mehr angenom­men.

Auch das Bud­get 2021 wurde ohne viele Gegen­stim­men angenom­men. Franz-Beat Schwere wies in diesem Mehrkosten in Höhe von 120’000 Franken aus. Zum einen rund 60’000 Franken für Lizen­zge­bühren, Sys­te­mu­nter­halt und andere Ser­viceleis­tun­gen sowie in etwa dieselbe Summe im Bere­ich Pro­duk­tion für die Real­isierun­gen der neuen Hor­i­zonte-Aus­gaben und den Mehraufwand im Bere­ich Sys­tem­schu­lung und Sup­port für die Pfar­reisekre­tari­ate.

Noch einmal: Ein Franken pro Abo wir rückvergütet

Trotz der hohen Aus­la­gen für das neue Redak­tion­ser­fas­sungssys­tem und der bud­getierten Mehraus­gaben für das kom­mende Jahr kon­nte Hor­i­zonte wie schon let­ztes Jahr den Pfar­reien etwas zurück­geben: einen Franken pro Abon­nement. Der tiefe Abo­preis von Fr. 16.50 wird auch weit­er­hin garantiert.

Mit Olaf Gijse­man richtete sich der CEO von GateB an die Anwe­senden und erk­lärte, wie seine Mitar­bei­t­en­den die Stan­dard­soft­ware auf die Bedürfnisse der Pfar­reisekretärin­nen abstim­men. «Es ist unser Anspruch, das Pro­jekt für Sie best­möglich zu real­isieren», so Olaf Gijse­man. «Verän­derung ist immer schwierig. Vieles läuft am Anfang noch nicht rund. Aber das war schon immer so und gehört ein­fach auch zum Prozess.»

 

Andreas C. Müller
mehr zum Autor
nach
soben