
Das Rosenkranzgebet ist eine geistliche Waffe und Schutz
Der Monat Mai ist in der katholischen Kirche der Mutter Maria gewidmet. Viele nutzen diesen Monat, um im Gebet besonders zu ihr zu kommen – oft durch das Rosenkranzgebet. Das wird manchmal als einfaches, sich ständig wiederholendes Gebet missverstanden. Dabei ist es viel mehr: Ein meditatives Gebet, das wichtige Ereignisse aus dem Leben Jesu nachgeht – von seiner Geburt bis zur Auferstehung.
Papst Johannes Paul II. nannte den Rosenkranz ein „Gebet der Kirche“, das Christen weltweit verbindet. Gerade im Mai bekommt das Gebet eine besondere Bedeutung, weil viele nicht nur für sich beten, sondern auch für Frieden und die Not in der Welt. Maria gilt als Fürsprecherin, die unsere Anliegen vor Gott bringt und uns im Glauben begleitet.
Vor allem in schwierigen Zeiten wie Krieg oder Krisen gibt der Rosenkranz Halt und Hoffnung. Für mich persönlich ist er ein Weg, meinen Glauben intensiver zu erleben – ein stiller Dialog mit Gott über Maria. Die Erinnerungen an meine Kindheit zeigen, wie wichtig mir diese mütterliche Führung bis heute ist.
Der Rosenkranz lädt uns ein, im Alltag kurz innezuhalten, unser Leben im Licht Jesu zu sehen und unsere Sorgen vertrauensvoll vor Gott zu bringen. Viele Heilige nennen ihn sogar eine „mächtige Waffe“ gegen das Böse. Seine Kraft liegt darin, dass man sich demütig Maria anvertraut und so näher zu Jesus findet. Wer den Rosenkranz betet, kann Kraft, Segen und Heilung erfahren – für sich selbst und die Familie. Kurz gesagt: Es ist ein einfaches, aber starkes Gebet, das Frieden schenkt und unseren Glauben lebendig hält.
Pfarrer Gregory Polishetti, Leitender Priester Pastoralraum Thierstein

