Kirche als Rastplatz

Kirche als Rastplatz

Die Anto­niuskirche Schwader­loch feierte ihren 70. Geburt­stag

Wie jung man mit 70 noch sein kann, zeigte die Anto­niuskirche in Schwader­loch bei ihrem Geburt­stags­fest am Son­ntag den 14. Juni. Eine grosse und bunte Menge aus jün­geren und älteren Gästen waren der Ein­ladung gefol­gt, darunter auch viele aus den benach­barten Pfar­reien und ehe­ma­lige Schwader­locher. Sog­ar der Namenspa­tron der Kirche, der heilige Anto­nius von Pad­ua, dessen Fest­tag immer am 13. Juni gefeiert wird, war dabei und beant­wortete während des Fest­gottes­di­en­stes einige Fra­gen zum Neubau der Kirche. Er berichtete, dass die Bewohn­er von Schwader­loch, die den Neubau ihrer Kirche 1956 weit­ge­hend mit eige­nen Mit­teln real­isierten, damals mit knap­per Mehrheit für den neuen Kirchen­pa­tron Anto­nius stimmten. Seine Freude über dieses Votum war aber dadurch getrübt, dass damals nur die Män­ner stimm­berechtigt waren! Dieses Ver­säum­nis wollte der Heilige 70 Jahre später nach­holen und bat alle Frauen und auch die anwe­senden Kinder und Jugendlichen um ihre Stimme. Das Patronat wurde ein­stim­mig ver­längert.

Mit der Musik von Ueli Angst­mann (Sax­ophon) und Karl Sel­bach (Piano), die schon beim ersten Stück die Melodie von «Hap­py Birth­day» erklin­gen liessen, Seel­sorg­erin Karin Klemm und den Mitwirk­enden aus Kirchenpflege und Pfar­rei war der Gottes­di­enst kein typ­is­ches Geburt­stags­fest zum 70., son­dern eine fro­he Feier für Jung und Alt. Die Nach­barn aus Leib­stadt über­bracht­en ihre Glück­wün­sche und dank­ten für die gute Zusam­me­nar­beit. Sie erin­nerten an frühere Zeit­en, als die Schwader­locher noch jeden Son­ntag nach Leib­stadt zur Kirche laufen mussten. Passend zum zuvor gehörten Text aus Psalm 23 («Ich führe dich zum Ruhe­p­latz am Wass­er») über­re­icht­en sie ein Plakat, das auf die Kirche als Ort zum Aus­ruhen hin­weist. Und die Schrift­stel­lerin Jacque­line Keune, deren Text im Gottes­di­enst eben­falls ver­lesen wurde, würde ergänzen: «Und wir schliessen nicht aus, dass du hier Gott begeg­nest.»

Im Anschluss an den Gottes­di­enst seg­nete Karin Klemm mit Unter­stützung der Min­is­tran­tinnen eine neue Bank, die zum Jubiläum errichtet wurde und kün­ftig hin­ter der Kirche zum Aus­ruhen ein­laden soll. Zu den Klän­gen der Alphorn­bläs­er aus Kaisten kon­nten die Anwe­senden den her­rlichen Aus­blick ins Rhein­tal geniessen. Zum anschliessenden Mit­tagessen im Festzelt auf dem Kirch­platz spielte die Musikge­sellschaft Schwader­loch auf. Ein gross­es Salat­buf­fet und feine Gril­laden sowie Glace und her­rliche Torten zum Dessert liessen auch keine kuli­nar­ischen Wün­sche offen. Für die anwe­senden Kinder boten Lei­t­erin­nen von Jung­wacht und Blau­r­ing Leug­gern Spiele an und dazwis­chen ein feines Glace zum Abkühlen.

Bis 16 Uhr wurde gefeiert. Das Wet­ter spielte her­vor­ra­gend mit und der heilige Anto­nius hätte ganz bes­timmt seine Freude gehabt.

Text: Thomas Scheibel

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