50 Jahre im Weinberg des Herrn

50 Jahre im Weinberg des Herrn

RKKBL, S. Salvi

In gross­er Dankbarkeit dür­fen wir auf unser Patrozini­ums­fest zurückschauen, auch weil wir damit das gold­ene Jubiläum unseres lei­t­en­den Priesters Heinz Warnebold gebührend feiern kon­nten.

50 Jahren Arbeit im Wein­berg des Her­rn sind eine lange Zeit. Am 13. Juni 1976 wurde Heinz Warnebold vom dama­li­gen Bischof Anton Häng­gi in der Kirche St. Anton in Basel zum Priester gewei­ht. Der lange Weg bis hin zu sein­er Wei­he bedurfte dabei viel Durch­hal­tewil­len.

Aufgewach­sen in Basel in ein­er ein­fachen Arbeit­er­fam­i­lie wurde Heinz Warnebold eher spät in der 8. Klasse Min­is­trant der Pfar­rei St. Anton. Danach übte er den Dienst des Aushil­fe­sakris­tans aus, was eine noch grössere Nähe und Liebe zur Liturgie nach sich zog. 

Sein Vater war reformiert, poli­tisch linkssozial und naturver­bun­den, seine Mut­ter eine tiefgläu­bige Katho­likin. Sich­er war Heinz geprägt durch seine Fam­i­lie, auch seine Gross­mut­ter pflegt die kirch­lichen Tra­di­tio­nen.

Als in ihm der Wun­sch Priester zu wer­den immer inniger wurde und er sich dahinge­hend äusserte, freute sich seine Mut­ter sehr darüber, sein Vater war aber anfangs gar nicht begeis­tert und wollte keinen Klerik­er in der Fam­i­lie haben.

So musste Heinz auf Geheiss seines Vaters zuerst eine Beruf­slehre absolvieren, bevor er den lan­gen Weg bis zum The­olo­gi­es­tudi­um ein­schla­gen kon­nte. Bei der Priester­wei­he war der Vater dann aber sehr stolz auf den Werde­gang seines Sohnes. Seine Mut­ter starb lange vor der Wei­he und weil sie wusste, wie steinig der Weg zum Priester­amt sein würde, schrieb sie an ihren Sohn: «Alles, was du in Seinem Namen tust, ist nicht umson­st getan.» Wertvolle Worte, die Heinz ein Leben lang begleit­en wer­den.

Nach der erfol­gre­ichen Lehre musste der Abschluss der Matu­ra nachge­holt wer­den. Kein leicht­es Unter­fan­gen, es bedeutete Latein und Griechisch so wie alle philosophis­chen Fäch­er nachzu­holen, die für den Abschluss ein­er A‑Matura notwenige waren.

Heinz Warnebold studierte The­olo­gie in Luzern zusam­men mit dem heuti­gen Kar­di­nal Kurt Koch und dem emit­tierten Wei­h­bischof Denis Theuril­lat. Dies sind prä­gende fre­und­schaftliche Verbindun­gen bis heute.

Sein geistiger Vater war Pfar­rer Andreas Cavelti, der über viele Jahre in St. Anton, der damals grössten Pfar­rei des Bis­tum Basels, die Stadtp­far­rei prägte.

Die ersten bei­den Stellen als Vikar absolvierte Heinz Warnebold im luzernischen Gerliswil und in sein­er Heimatp­far­rei St. Anton. Andreas Cavelti wollte ihn unbe­d­ingt zu seinem Nach­fol­ger auf­bauen, was jedoch nicht im Sinne von Heinz war. Er bewarb sich in Emmen auf eine freige­wor­dene Pfarrstelle, wo er als ein zu links pro­gres­siv­er Kan­di­dat abgelehnt wurde. In Ober­wil set­zte er sich dann gegen die anderen Bewer­ber durch, wurde am 31. Jan­u­ar 1982 als Pfar­rer einge­set­zt und ist diesem Amt treu geblieben bis heute.

Wir dür­fen sehr dankbar sein, dass Heinz Warnebold sein­er Beru­fung auch über seine Pen­sion­ierung hin­aus treu geblieben ist. Sein umfassendes Wirken in der Pfar­rei Ober­wil wurde durch unseren Pfar­reirat­spräsi­den­ten Ray­mond Reitzer im Fest­gottes­di­enst gewürdigt.

Wir dür­fen dankbar sein, seit nun bald 45 Jahren einen Priester an unser­er Seite zu wis­sen, der aus ein­er inneren Freude und Begeis­terung an Jesus und sein­er Kirche in sein­er Beru­fung glück­lich gewor­den ist.

Bern­hard Engel­er

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